One Way Ticket

Zum Stück
Das selbst entwickelte Stück basiert auf der Mission Mars One, bei dem im Jahre 2025 vier Menschen zum Mars geschickt werden sollen – ohne Rückflugticket. Dieses waghalsige Ereignis soll durch ein Medienspektakel finanziert werden. So die Rahmenbedingungen. In unserer Inszenierung sind wir die letzten sechs Kandidat*innen, die sich in verschiedenen Challenges beweisen müssen. Am Ende der Show werden die Zuschauenden aufgefordert, die letzten vier und somit die ersten Marsbewohner*innen zu bestimmen.

Der Trailer zur Produktion mit schlechter kostenfreier Musik.

Begleitende Workshops
Zusätzlich zur Aufführung durften einige Schüler*innen in einem Workshop die Arbeitsweise von uns kennen lernen und mit unserem Material eigene kleine Biografien in Szene setzen. Wie wir finden, ist das eine sinnvolle Kombination, die Beteiligten bezüglich kultureller Bildung zu schulen. Seherfahrungen mit anschließender Aktivität festigt das Verständnis für kulturelle Ereignisse.

Petra Jeroma spannt ihr Freundschafts-Netz.
Johanna Kraft stellt ihr jährliches Familienfoto nach.

Zum Entstehungsprozess
Unser Ausgangspunkt für die Inszenierung war ein Leerstand in einem Kaufhaus in Hildesheim, wo wir sechs (Theresa Frey, Petra Jeroma, Johanna Kraft, Larissa Probst, Inga Schwörer und ich) unser Stück in einem öffentlichen Probenprozess entwickelten. Wie in einem Big Brother Container konnte man uns beim Proben zusehen und mit uns über die Mission diskutieren. Denn das war uns wichtig. Mit jungen Menschen ins Gespräch kommen. Denn sie wissen am besten, was sie interessiert. Darüber hinaus leiteten wir eine Theater AG an einer Schule. Mit Schüler*innen aus der 7. und 8. Klasse der igs Salzgitter entwickelten wir zum gleichen Thema eine Werkschau und bekamen auch so eine Menge Material für unser eigenes Stück. Wir wären selbst nämlich nie auf die Idee gekommen, als erstes eine zweiwöchige Einweihungsparty auf dem Mars zu schmeißen.  

Szenenbild der Theater AG an der igs Salzgitter
Der Einzug ins Ladenlokal in der Arneken Galerie in Hildesheim
Der Proben- und Aufführungsraum in der öffentlichen Phase der Stückentwicklung
Petra Jeroma und Theresa Frey proben das Leben auf engstem Raum in einer Raumschiff-Kapsel.

Zur Deutschland-Tour
In unseren Semesterferien, ein halbes Jahr nach unserer Premiere, entschlossen wir uns, unsere Heimatorte anzufahren und unser Stück dort an Schulen zu zeigen. So tourten wir durch ganz Deutschland über Ludwigsburg, Lörrach, Eisenach und auch Brunsbüttel. Es war eine aufregende Zeit! Unsere erste Tour mit all ihren Tücken und Überraschungen mit kleinen schmurgelnden Scheinwerfern, Stromausfällen und optimierten Packsystemen unseres Tourbullis.

Wiederaufnahmeproben in Ludwigsburg für die Klassenzimmer-Tour durch Deutschland
Gruppenfoto am Aufführungsort, dem Gymnasium Brunsbüttel
Publikums-Feedback nach einem Gastspiel im Theater am Markt in Eisenach

Festivals
Es folgten Einladungen zum State of the Art Festival in Hildesheim, zum 1. Festival Freier Theater am Jungen Theater Göttingen und zum Zeitzeug_Festival nach Bochum.

BwieZack auf St. Pauli
Als nächstes wurden wir mit One Way Ticket nach Hamburg eingeladen, wo wir am 05. Juli 2014 in der Millerntor Galerie auf St. Pauli spielen durften. Es war eine besondere Situation, weil wir nicht wie üblich in einem abgeschlossenen Raum spielten, sondern in einem Durchgang zwischen den Publikums-Rängen. Deshalb hatten wir neben den interessierten Zuschauer*innen auch viel Laufpublikum. Auch Bela B., der Teil der Jury war, die uns auswählte, schaute vorbei und kam anschließend mit uns ins Gespräch. Für mich, der mit Die Ärzte aufgewachsen ist, ein besonderer Moment und eins der Highlights dieser Produktion.

Illustration zum Stück

Pressespiegel

„Der Zuschauer wird Teil eines Teams, das seinen Bewerber anfeuert, positives Feedback gibt und alle anderen rausschmeißt. Ein knallharter Wettbewerb vor der Kulisse der sonntäglich leeren Arneken Galerie.“ Den vollständigen Artikel gibt es hier zu lesen.

Maximilian Balzer, Hildesheimer Allgemeine, 27.07.2014

„Das […] Ensemble zelebrierte das in eigener Regie entstandene, galaktisch starke Stück ‚One Way Ticket‘. […] Für die sehr gelungene Performance verdiente sich ‚Bwiezack‘ viel Applaus des begeisterten Publikums.“ Den vollständigen Artikel gibt es hier zu lesen.

Klaus Fink, Thüringische Landeszeitung, 11.05.2015