Mennerdy

Das Theaterkollektiv Mennerdy wurde 2012 von Malte Andritter, Jonas Feller, Nico Franke und Hans Peters während ihres gemeinsamen Studiums an der Universität Hildesheim gegründet. Für die Produktion „Mein Beileid 1.9“ gesellte sich 2018 Jens Schmidt als fünftes Mitglied dazu.

Mennerdy arbeiten an der Schnittstelle von Theater, Installation und Hörspiel. Dem liegt das Vorhaben zugrunde, neben den Körpern und Stimmen der Darstellenden auch alle weiteren szenischen Mittel, wie Licht, Ton und Raum gleichwertig zu behandeln und zu nutzen. Mennerdys Arbeiten legen immer Wert darauf, die klassische Publikumssituation aufzubrechen und die Zuschauenden in einen atmosphärisch gestalteten Raum mit einzubeziehen. Mennerdy verstehen sich als Geschichtenerzähler und erforschen mit ihren Produktionen alternative Erzählmethoden und -techniken zum gesprochenen Wort. Sie entwickeln dabei Dramaturgien die sich stärker an Rhythmus und Musikalität als an dramatischer Handlung orientieren. Es werden Bild- und Klangräume eröffnet, die die Assoziation des Publikums fordern und sich einer eindeutigen Lesbarkeit entziehen.

Mennerdy beschreiben sich selbst als sichtbare Operatoren der Aufführung. Sie sind Performer, Techniker, Dramaturgen, Autoren, Soundkünstler, Regisseure in einem. Das Zeigen und Ausstellen der sonst unsichtbaren Vorgänge des Theaters ist immer auch Teil der Aufführung. Die Prozesse der Herstellung szenischer Bilder werden offengelegt und als ästhetisches Potenzial begriffen.

MEIN BEILEID 1.9 – Ein begehbares Hörspiel,  konzeptionell, 2018
MOTHER OF MACHINE, Skandaløs Festival, Neukirchen, 2017
WETTERLEUCHTEN, Residenz Holzrockfestival, Schopfheim, 2016
CARMINA MECHANICA, deBühne, Theaterhaus Hildesheim, 2014
WILDNIS RUFT, Residenz Skandaløs Festival, Neukirchen, 2013